Briefe 2011


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Briefe

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|1 |2| | 22.1.2012 | 29.1.2012 |

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Dear friends, people of good will, today or soon. [Tenacious issue]
We really wish you gonna doing well. Even the world in total doesn't look like. | preface | •••


Freunde, Leute, die jetzt schon guten Willens sind oder bald. [Zähe Angelegenheit, wie's ausschaut.]
Wir wünschen unseren Freunden allen eine gute Zeit, selbst wenn es im großen und ganzen derzeit weniger danach ist.| Vorrede | •••


22. Januar 2012 ›Schönreden und Verwirrung‹. Wem nutzt die Diffusion? [ded et al]
[In ›klassischer‹ Terminologie: »Euphemismus«]

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Würde man die menschliche Gesellschaft mit Wasser vergleichen wollen und die Ausschläge der jeweiligen Gesellschaftsform als eine Art Überschwemmung beschreiben, würden die ›Immanent-Kritiker‹ als schärfste Forderung: ›Die Feuchtigkeit entmachten‹ in die Welt schreien, heulen oder säuseln, je nach Opportunität der Umstände, je nach Gelegenheit, je nachdem wo.

Getridof1

Wir reden nicht vom Geld, von der oder gar den Waren, diesen Arglosen, die bekanntlich nicht per se Kapital sind (vgl. www.babbelclub.org > ›Ökonomisch-philosophische Manuskripte‹), sondern von den Verhältnissen, die sie zu Kapital erst machen, zu seinen Erscheinungsformen. Kapital ist ein gesellschaftliches Verhältnis, auch ausgedrückt als ›Verfügungsgewalt über fremde Arbeitskraft‹. Es ist ein aus der Entfaltung der Produktivkraft der Arbeit selbst, der zunehmenden Vergesellschaftung des Stoffwechselprozesses, historisch hervorgehendes Verhältnis, weder zeitlos, noch ewig.

Disempower finances 1

Ware und Geld sind in der bürgerlichen Gesellschaft nur Erscheinungsformen dieses Verhältnisses. Die derzeit so scheinbar alles, nämlich die Medien, beherrschende Geldform drückt letztlich nur aus, daß der gesellschaftliche Stoffwechselprozeß in der dieser Gesellschaft eigenen Form, häufig als Kapitalismus bezeichnet, letztlich ein spezifischer Prozeß der Aneignung [fremder] unbezahlter Arbeit [in Form der Lohnarbeit, Arbeitskraft als Ware] ist, was K. Marx als die durch Ware vermittelte Metamorphose von Geld, G—W—G, bezeichnet hat im Gegensatz zu der durch Geld vermittelten Warenzirkulation W—G—W. Wie gesagt, Ware und Geld sind nicht von Haus aus Kapital. Dennoch setzen die ›selbstradikalen‹ Kritiker auf ›trockenes Wasser‹, die Entstufe der entmachteten Feuchtigkeit, und streiten heftig über Maßnahem und Verfahren. In Worten. Lassen wir diese Unschuldslämmer sein, was sie sind, denn ›sie wissen das nicht, aber sie tun es‹. [Zitat im Zusammenhang]

We demand ourselves 2

Einiges Material von den Debatten im babbelClub zur Warenanalyse.html (Auszug), Ware – Geld – Geldware.pdf und zum Tatort Markt.pdf. Leichtgemacht wie üblich.

| 22.1.2012 | •••


29. Januar 2012 ›Schönreden und Verwirrung‹. Erste Änderungsvorschläge [ded et al]
[fernmündlich/voice mail]

Die einfache Wiedergabe der Oberfläche läßt viele Interpretationen zu, mitunter. Jedenfalls wurden wir ›kritisiert‹, die allerneuesten Phänomene nicht wirklich in der Schieflage abzubilden, die sie verdient haben. Insbesondere wurde dabei auf die Zusammenstellung und Reihenfolge verwiesen. Wir wollen unsere tatsächlich mit heißer Nadel destillierten Parolen/Botschaften/claims nicht als der Weisheit letzter Schluß behaupten. Dennoch, wie die Kritik zeigt, haben wir in die richtige Richtung gezielt, leider ohne einen Vollltreffer gelandet zu haben. Wir sind nicht überrascht. Der angemahnte Vorschlag verdient auch unseren Beifall. Er ist einfach besser.

Im Detail:

Das Problem um das ›Fordern‹ ist bisher noch von keiner Seite griffig formuliert: Warum ›fordern‹, statt ›tun‹. Das diffuse Subjekt, der geforderte ominöse ›Entscheidungsträger‹ kommt nicht wirklich gut rüber [sind wir oder sollen wir der Entscheider sein?; wobei das ›wir‹ seinerseits wiederum spezifisch diffus bleibt]. Überhaupt scheint es, die gesellschaftliche Vermittlung ist transultraviolett verkürzt, kommt so als individuelle Ausformung heraus, also völlig irrelevant. Es ist eben keine Frage des ›gerechten‹ Konsums, sondern seiner [Konsum] gesellschaftlichen Vermittlung [Distribution der ›Produktionsagenten‹ (auch englische Fassung), letztlich die ›Eigentumsfrage‹].

| 29.1.2012 | •••