Hilferding Gesamtkapital* ¿-p-rate % Ind. Kapital Mehrwert** Ind.Profit Handelskap. MW*** H.profit  Produktpreis   = Marktpreis
Fall 1 1200 20 1000 240 200 200 0 40 1440
Fall 2 1400 20 1000 280 200 400 0 80 1680
Summe 1+2 2600 20 2000 520 400 600 0 120   bleibt 1, 2
Extraprofit    
Kartellfall Scheinprofitrate (RH) % lt.RH Produktpreis Marktpreis
Fall 3 1100 30,909 1000 240 320 100 0 20 1340 1440 100
Fall 4 1200 40,000 1000 280 440 200 0 40 1480 1680 200
Summe 3+4 2300 35,652 2000 520 760 300 0 60     300
Produktpreis
(iK+hK)+¿(iP+hP)
dagegen: (fix+zirk) i+h = Profitrate iK MW ¿iP hK ¿hP Profit-%
Fall 5 (3) 1100 21,818 1000 240 218,2 100 0 21,8 1340 21,8
Fall 6 (4) 1200 23,333 1000 280 233,3 200 0 46,7 1480 23,3
  2300 22,609 2000 520 451,5 300 0 68,5  
Produktpreis Profit-%
fix­zirk Ges.K. fix (80%) GK zirk. (20%) iKap. fix iKap. Zirk MW¥ hK K.fix-¥¥ K.ein¥¥¥ (Ges.K.Zirk.) + (Ges.K.fix.-) + (MW¥)
Fall 7 (1) 960 240 800 200 240 200 240 1200 720 20
Fall 8 (2) 1120 280 800 200 280 400 280 1400 840 20
Fall 9 (3) 880 220 800 200 240 100 220 1100 680 21,8 p steigt, Markt=Produktpreis fŠllt
Fall 10 (4) 960 240 800 200 280 200 240 1200 760 23,3 p steigt, Markt=Produktpreis fŠllt
Die Profitrate des Kartells steigt hier auch bei fallenden Produktions/Marktpreisen, aber nicht, weil ÝerspartesÜ Kapital als Profit in die Rechnung eingeht. Das ist Unsinn.
Beispiel aus Rudolf Hilferding, Das Finanzkapital, Bd.2, Ffm 1973, 1968, S.292, Anm.30 – mit Anmerkungen von mir.
Fall 1: Maschinenbau Ein Gesamtkapital von 1200 (1000 industrielles + 200 Handel)
Fall 2: Textilindustrie Ein Gesamtkapital von 1400 (1000 industrielles + 400 Handel)
Fall 3 und 4: Das fŸr die Zirkulation erforderliche Kapital fŠllt auf die HŠlfte der FŠlle 1 und 2 – durch das Kartell (= Trennung von industriellem und Handelskapital beseitigt);
erhšht die Effizienz in der Zirkulation. Da aber aus der Zirkulation kein Mehrwert stammt, bleibt dieser unverŠndert. Dagegen hŠtte sich die Profitratet des
Gesamtkapitals erhšht (vgl. Fall 3 und 4). Weshalb ÝerspartesÜ Kapital als Profit erscheint, bleibt das Geheimnis von RH, der gleichbleibende Marktpreis,
jetzt (Fall 3 und 4) Ÿber dem Produktionspreis, soll sich vom Kartell herleiten – es wird also nicht mehr zum Wert (Durchschnitt) verkauft.
WŸrden alle Ÿber dem Durchschnitt verkaufen, wŠre dies nur nominell, also bei 100% wŠre die frŸhere Geldeinheit eben doppelt soviel ÝwertÜ wie die neue gleichen Namens spŠter.
* ergŠnzt, bei RH nicht aufgefŸhrt, aus ÝDurchschnittsprofitrateÜ, bezogen auf industrielles und Handelskapital folgt aber = incl. fixes, dieses všllig vernutzt.
** bei RH nicht aufgefŸhrt. Bekanntlich erzeugt nur das ÝindustrielleÜ Kapital Mehrwert, auch wenn in allen Bereichen der kapitalistischen Produktion Mehrarbeit ausgepre§t wird.
*** siehe **, in der Zirkulation wird kein Mehrwert erzeugt
  das in der Zirkulation ÝgebundeneÜ Kapital ist Ýnotwendiges K., erzeugt keinen MW, bildet jedoch Teil des erforderlichen Gesamtkapitals
   RH unterstellt die Vernutzung des gesamten Kapitals, das im Produktpreis ersetzt, was unrichtig, das fixe K. nur zum Teil verbraucht, Teil des Produktpreises, aber insgesamt nštig
    Woher stammt der Extraprofit, wo ist der zugehšrige Mehrwert?
Durch das Kartell (Beseitigung des selbstŠndigen Handelskapitals etc.) Ýauf ein Kapital von 1100 Profit von 340, auf 1200 einen von 480Ü.
¥ Da beim MW-produzierenden Teil des Kapitals keine VerŠnderung stattfindet, bleiben MW und Profitgleich, es Šndert sich aber die Profitrate mit der Grš§e des eingesetzten Kapitals.
¥¥ (K.fix.-) = vernutzter Teil des fixen Kapitals, hier mit 1/4 = 25% angesetzt, sowohl iK. als auch hK.
¥¥¥ eingesetztes notwendiges Gesamtkapital = fixes+zirkulierendes (industrielles+handels-K.)

Nicht eingerechnet im Beispiel: (Markt)Preise sind Durchschnittspreise, damit die Profitrate Durchschnittsprofitrate, die Warenpreise sind also vom Warenwert verschieden.